der bbk-bergisch land stellt sich vor
 
 
 
Aufgaben

Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) ist die Berufsvertretung der Bildenden Kunst in Deutschland. Er vertritt 16 Landesverbände mit ihren Bezirksverbänden auf Bundesebene.

Der BBK wahrt die Interessen der Künstlerinnen und Künstler gegenüber der Regierung, die die Rahmenbedingungen für künstlerische Berufe in der Innen-, Finanz-,  und Außenpolitik mitbestimmt.

Ohne BBK gäbe es weder eine soziale Absicherung noch die vielfältigen Bemühungen, künstlerische Kompetenz in möglichst viele gesellschaftliche Bereiche einzubringen.

 

Seitenanfang
 
Ziele

Der BBK tritt für folgende Ziele ein:
Mitbestimmung im politischen Bereich über Beiräte und die Mitarbeit in Sachgremien

  Verbesserung der Kunst- und Künstlerförderung

  Sicherung des Arbeitsplatzes durch
-   Förderung der Bildung und Ausbildung im bildkünstlerischen Bereich
-   Erleichterung der Existenzgründungen im Kunst- und Kulturbereich
-   Verwirklichung eines kulturfreundlichen Steuerrechts
-   Wahrung der Urheberrechte im künstlerischen Bereich
-   Verankerung einer Ausstellungsvergütung im Urheberrechtsgesetz
-   Sicherung der Beteiligung an Baumaßnahmen der öffentlichen Hand und
    Transparenz der Wettbewerbe

  Verbesserung der sozialen Absicherung der Künstlerinnen und Künstler durch das Künstlersozialversicherungsgesetz

  Aufhebung der Benachteiligung von Künstlerinnen

  Sicherung der Atelierversorgung zu annehmbaren Kosten

 

Seitenanfang
 

Mitgliedschaft im BBK:

Einzelmitgliedschaft ist nur in einer Regionalgruppe möglich. 
Aufnahmekriterien:

-   Aufgenommen wird, wer ein abgeschlossenes Hochschulstudium in einem
     Fach der Bildende Kunst an einer deutschen Kunsthochschule oder einer
     vergleichbaren ausländischen Institution nachweist. 
-   Aufgenommen werden kann, wer eine professionelle Ausstellungs- oder
    Publikationstätigkeit oder eine qualifizierte künstlerische Praxis
    nachweisen kann.
-   Übernommen wird, wer bereits Mitglied in einem BBK ist.

 

Seitenanfang
 
Struktur

Dem BBK gehören bundesweit ca. 12 000 Mitglieder an.
Oberstes Entscheidungsgremium des BBK ist die Bundesdelegiertenversammlung, die nach einem Mietgliederschlüssel aus den Delegierten der sechzehn Landesverbände gebildet wird. Die Bundesdelegierten wählen alle vier Jahre den Bundesvorstand, beschließen die allgemeinen Richtlinien und das Arbeitsprogramm des BBK, sowie seinen Haushalt.

Zwischen den Bundesdelegiertenversammlungen tagt mindestens einmal jährlich der Bundesausschuss, der aus dem Bundesvorstand und je einem Delegierten je Bundesland besteht. Ihm obliegt die Koordinierung der Tätigkeiten des Bundesvorstandes und der Landesverbände.

Der Bundesvorstand besteht aus zwei gleichberechtigten Vorsitzenden und fünf stimmberechtigten Vorstandsmitgliedern. Die Bundesdelegierten wählen aus den zwei Vorsitzenden den Sprecher des Bundesvorstandes.

Dem BBK zugeordnet ist das Kulturwerk des BBK e.V., welches von dem Bundesausschuss gegründet wurde. Es gibt die Verbandszeitschrift "kultur politik" heraus und fördert allgemein Kunst und Kultur.

Der Bundesvorstand vertritt seine Mitglieder in:

der Internationalen Gesellschaft der bildenden Künste (IGBK). Diese nimmt als deutsches Nationalkomitee die Interessen der bildenden Künstlerinnen und Künstler der Bundesrepublik Deutschland in der UNESCO wahr. Weitere Mitglieder der IGBK sind der Deutsche Künstlerbund und die GEDOK.

  der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst, die die Urheber- und Folgerechte der bildenden Künstlerinnen und Künstler gegenüber den Verwertern und Nutzern in Deutschland und international vertritt.

  dem Sozialwerk der VG Bild-Kunst, welches bildenden Künstlerinnen und Künstlern Unterstützung in Notlagen, bei Erwerbs- und Berufsunfähigkeit oder im Alter gewährt. Die Mittel des Sozialwerks stammen aus den Erträgen der VG Bild-Kunst.

  dem  Stiftung Kunstfonds, der zeitgenössische bildende Kunst in einer von Künstlern selbstbestimmten Einrichtung fördert.

  dem Kunstrat, der Sektion bildende Kunst im Deutschen Kulturrat . Der Deutsche Kulturrat ist ein Forum für Verbände und Organisationen aus dem Kultur- und Medienbereich, dem bundesweit ca. 200 Verbände angehören.

 

Seitenanfang
 
Wirtschafspolitik  -  Steuerpolitik

Die Umsätze im Kunst- und Kulturbereich sind inzwischen ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor. Die Wirtschaftsprogramme des Bundeswirtschaftsministeriums für Künstler/Innen aller Sparten sind zu modifizieren und zu verbessern, um im künstlerischen Bereich Investitionen zu erleichtern und die Finanzierung von Ateliers und Künstlerhäusern zu angenehmen Bedingungen zu gewährleisten

  Die statistische Erfassung des gesamten Kulturbereichs muss verbessert werden, da nur statistisch belegbare Daten kulturpolitischen Forderungen eine gesicherte Grundlage bieten.

  Ausfallbürgschaften im Zusammenhang mit Investitionen im kulturellen Bereich sollten eingerichtet werden.

 

Der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler setzt sich für die Ausgestaltung eines kulturfreundlichen Steuerrechts ein. Er fordert in diesem Zusammenhang insbesondere:

  einen Sonderausgaben-Freibetrag für den Ankauf von Kunst lebender KünstlerInnen

die Möglichkeit der Ausstellung von Spendenquittungen für Kunstvereine und Kunstwerke;

  den ermäßigten Umsatzsteuersatz auch für den Bereich der bildenden Kunst im europäischen Binnenmarkt;

  Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Investitionen im Bereich Kunst und Bauen durch private Bauherren;

den ermäßigten Steuersatz für künstlerische Nebentätigkeiten;

  keine Disqualifizierung künstlerischer Tätigkeit als Hobbytätigkeit durch die Finanzämter im Falle längerfristiger Verluste aus künstlerischer Tätigkeit;

die Beseitigung von steuerlichen Vorschriften, die das private Engagement für Kunst behindern;

  die ertragssteuerliche Behandlung des Sponsorings ist auf der Empfängnisseite so zu regeln, dass die damit beabsichtigte Unterstützung der indirekten Kulturförderung nicht im Keime erstickt wird;

  Künstlerische Fotografien und Siebdrucke unterliegen immer noch nicht dem ermäßigten Umsatzsteuersatz. Das ist bei der Entwicklung der zeitgenössischen Kunst überhaupt nicht mehr verständlich.

 

Seitenanfang
 
Urheberrecht

  Um die ungleiche Marktmacht von Kunstschaffenden und Kunstverwertern besser zu regeln, muss ein Urhebervertragsrecht realisiert werden, in welchem entsprechend der Regelungen allgemeiner Geschäftsbedingungen Mindestvoraussetzungen für die Verträge im Bereich der bildenden Kunst geschaffen werden.

  Das Recht auf Ausstellungsvergütung im Falle einer Ausstellung in öffentlichen Institutionen sollte verbindlich im Urheberrecht festgeschrieben werden.

  In der Europäischen Union sind urheberfreundliche Harmonisierungsbestrebungen fortzusetzen, insbesondere ist das Folgerecht in allen Staaten der EU einzuführen.

  In der Informationsgesellschaft sind Urheberrechte und verwandte Schutzrechte der Künstlerinnen und Künstler zu wahren. Die durch die Digitalisierung veränderten technischen Bedingungen dürfen nicht den bereits erreichten Standard im Urheberrecht minder bzw. gefährden.

 

    Seitenanfang